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Aufrecht durchs Leben: Mit Frank Bohne

Was, wenn wir gar nicht so viel kämpfen müssten?

Wir kennen das wahrscheinlich alle: Irgendwann wird der Alltag anstrengend. Wir ärgern uns über das System, über andere Menschen, über Dinge, die nicht so laufen, wie wir sie gerne hätten. Und während wir versuchen, alles irgendwie im Griff zu behalten, läuft unser eigenes Nervensystem längst auf Hochtouren.

Kampf. Flucht. Erstarrung.

Und irgendwann stellt sich die Frage: Was, wenn genau dieser ständige Widerstand uns mehr Kraft kostet als das, wogegen wir eigentlich kämpfen?

Für eine neue sommerliche Ausgabe von Studio Friedensfunk haben wir uns auf Rügen mit Frank Bohne getroffen.

Frank kennt diese Situation nicht nur aus der Theorie. Er war  erfolgreich in seinem Beruf – und irgendwann körperlich und mental so erschöpft, dass es nicht mehr weiterging. Sein Körper zog die Notbremse.

Das ist inzwischen fast 20 Jahre her.

Heute beschäftigt er sich damit, was passiert, wenn wir aufhören, ständig gegen unser eigenes Leben anzukämpfen. Wenn wir nicht mehr versuchen, alles wegzudrücken, sondern anfangen, das anzunehmen, was gerade tatsächlich da ist.

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Was beim "Armdrücken" passiert

Im Gespräch macht Frank ein ziemlich einfaches Experiment.

Du streckst deinen Arm aus. Jemand hält ihn mit beiden Händen fest. Dein erster Impuls ist vermutlich: dagegenhalten.

Du spannst an. Du willst deinen Arm befreien. Der andere hält dagegen. Also spannst du noch mehr an.

Ein ziemlich gutes Bild für vieles, was auch in unserem Kopf passiert. Je stärker wir gegen etwas angehen, desto stärker wird häufig auch unser innerer Widerstand. Wir verbrauchen unglaublich viel Energie damit, etwas nicht haben zu wollen, das längst da ist.

Was passiert aber, wenn du aufhörst zu drücken?
Wenn du die Spannung tatsächlich loslässt?

Genau an diesem Punkt wird es interessant. Denn dann verändert sich plötzlich die ganze Situation.

Raus aus dem eigenen Kampf

Vielleicht geht es gar nicht darum, ständig ein anderes Ticket haben zu wollen. Vielleicht geht es zunächst darum, das eigene überhaupt anzunehmen.

Wir sprechen im Gespräch auch über unsere Haltung zum Leben, über Ohnmacht, Verantwortung und darüber, warum es manchmal einfacher ist, mit dem Finger nach außen zu zeigen. Das System ist schuld. Die anderen sind schuld. Die Umstände sind schuld.

Und natürlich gibt es Dinge, die tatsächlich schwierig, ungerecht oder falsch laufen.

Aber irgendwann bleibt trotzdem die Frage:

Was mache ich damit?

Was passiert in mir, während ich mich darüber aufrege?
Und wie viel Energie geht eigentlich jeden Tag dafür drauf, gegen etwas anzukämpfen, das ich gerade nicht verändern kann?

Das vollständige Gespräch mit Frank Bohne gibt es jetzt bei Studio Friedensfunk.

Vieles von dem, worüber wir mit Frank gesprochen haben, möchten wir an dieser Stelle gar nicht vorwegnehmen. Denn dazu gibt es das wunderbare Gespräch zwischen Frank und Helena, in dem die beiden diesen Gedanken ganz in Ruhe nachgehen und dabei so manche spannende Perspektive eröffnen.

🎬 Am Sonntag um 18 Uhr wird das vollständige Gespräch auf unserem YouTube-Kanal freigeschaltet.

Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und gemeinsam mit uns entdeckt, was sich hinter den Gedanken von Frank verbirgt.

 

Frankie goes Hallewood

Wir möchten Frank gerne im Herbst/Winter nach Halle holen und gemeinsam mit ihm einen Abend gestalten. Denn Frank bietet in seinem Repertoire Vorträge wie auch die geistige Wirbelsäulenaufrichtung an.

Wir sind gerade dabei, zu schauen, ob und wie wir das möglich machen können – und würden uns sehr freuen, wenn Frank tatsächlich bald in Halle zu Gast ist.

Mehr dazu gibt es, sobald es konkreter wird. ✨

Der Debatten-Raum

"Wo kämpfst du gerade noch? Und wo hast du vielleicht schon gelernt, etwas loszulassen?"

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