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In alter Tradition: Wer hats erfunden und uns verraten?

Wir alle kennen das Spiel: Ein Aufreger dominiert die Titelseiten, das ganze Land diskutiert, die Emotionen kochen hoch. Mitte August 2026 war es das Spiegel-Cover, das einen AfD-Politiker aus Sachsen-Anhalt zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“ erklärte. Doch während die Republik über dieses eine Gesicht stritt, passierte im Hintergrund etwas viel Schlimmeres: Im Kanzleramt wurde ein 700 Seiten starkes Gesetzespaket auf den Weg gebracht.

Es geht um die größte Geheimdienstreform in der Geschichte der Bundesrepublik. Eine Reform, die grundlegende Freiheitsrechte ins Wanken bringt und das historische Trennungsgebot zwischen Polizei und Geheimdienst faktisch mit dem Arsch einreißt…

Kein Fokus auf das große Ganze.

Der Agent von heute gibt sich unscheinbar...

Sonntag, direkt vor meiner Haustür…: Zwei junge Frauen versuchen, mich vom taktischen Wählen zu überzeugen. Ihre Mission? Uns vor dem ‚absoluten Bösen‘ bewahren – der AfD. Ich sah ihnen an den Augen an, dass sie es wirklich gut meinten, doch was folgte, war der reinste Narrativ-Zirkus. Geradezu infantil gaben sie Phrasen zum Besten, die klangen wie einstudierte Catchphrases aus dem Wrestling. Ein wilder Mix aus Unschuld, Dummheit und viel gefährlichem Unwissen. Da fielen reichlich Argumente, die man  seit Monaten hört. Und ich muss gestehen: Mich als überzeugten Nichtwähler kann man damit ordentlich triggern.

Denn:

Da kann man noch so viel Pathos und Gefühl hineinlegen, um das konstruierte Feindbild emotional aufzuladen. Doch wenn die Argumente ausgehen, fällt die Maske: Dann wird der ‚Feind‘ gnadenlos entmenschlicht und gefährliches Halbwissen als Wahrheit verkauft. Am Ende zeigt sich: Solche Menschen haben schlicht keine Ahnung von der Vergangenheit. Nicht einmal von der j-ü-n-g-s-t-e-n…

Ganz getreu dem Ricola-Werbeslogan: Wer hat’s erfunden?! Könnte diese Frage zum Dauerbrenner werden. Es geht jetzt hier wirklich um das absolut böse. Denn was Du heute noch darfst sagen, geht dir schon morgen an den Kragen.

Da gehen die Steuer-Millionen hin: eine NGO um die aktuelle destruktive Parteilandschaft zu schützen - und die Navitiät der Frewilligen Haustürvertreter hält das Narrativ der "einzigen Bösen" aufrecht

Reform des Nachrichtendienstrechts

Aber jetzt mal wirklich zum eigentlichen Thema… Das Fundament unserer rechtsstaatlichen Sicherheitsarchitektur beruhte jahrzehntelang auf einer unumstößlichen Lehre aus der Geschichte: dem strengen Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten. Ein Geheimdienst durfte im Verborgenen Informationen sammeln und analysieren, aber niemals wie eine exekutive Polizeibehörde operativ eingreifen. Genau diese historische rote Linie wird mit der aktuellen Reform faktisch ausradiert. Wenn Verfassungsschutz und BND zu „echten Geheimdiensten“ umgebaut werden, erleben wir einen dramatischen Paradigmenwechsel! Es ist der schleichende Übergang von einer rein beobachtenden Institution hin zu einer aktiven, unsichtbaren Macht, die im Geheimen agiert – weitgehend entzogen von den transparenten Kontrollmechanismen, denen eine reguläre Polizei zum Schutz der Bürger unterworfen ist.

Was diese neuen Befugnisse in der digitalen Praxis bedeuten, gleicht einem beispiellosen Eingriff in unsere informationelle Selbstbestimmung. Die rechtliche Erlaubnis, heimlich in Wohnungen einzudringen, um Staatstrojaner zu installieren, sowie das automatisierte Erstellen tiefgreifender Persönlichkeitsprofile durch Künstliche Intelligenz, sprengen jeden bisherigen Rahmen. Die Dienste dürfen nun nicht mehr nur still mitlesen, sondern Daten aktiv umleiten, verändern oder gar Finanzströme auf Knopfdruck stoppen. Unter dem Deckmantel der „Gefahrenabwehr“ wird hier eine gigantische Infrastruktur der Überwachung legitimiert, die den Bürger zusehends gläsern macht und damit genau den Raum für freien, unbeschwerten und ehrlichen Dialog bedroht, der eine echte Demokratie eigentlich auszeichnet.

Mal ehrlich: Dieses Dauersäbel-Rasseln mit Russland dient doch hervorragend um solche Reformen durchzuwinken. Es ist wieder das selbe Muster: Eine Gefahr vor irgendwas. Terrorismus von Außen zu zusagen. …

Nun, wer hats erfunden? …

Das Drehbuch läuft munter weiter. Sicherlich wird hier und da noch am Skript herumgedoktert. Wer nun nämlich am Ende diese Stasi-Gestapo-Struktur steuert, scheint völlig egal zu sein. Oder ich bin mittlerweile völlig pessimistisch und stelle jede Partei unter Generalverdacht. AFD und wie BSW und sogar die Linke sollen Kritik geübt haben. Ja puh… Da bin ich ja beruhigt. Hat am Ende trotzdem nichts gebracht.

Bevor wir die Kernfrage endlich beantworten, fassen wir doch mal das zusammen, was ich mit „jüngster Geschichte“ meine.

Die jüngste Geschichte - (Die Top 3)

Wer hats erfunden? <<Skizzz>>… Zurück zum Thema: In den letzten Monaten ist viel geschehen. Daher nochmal eine Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse, welche sehr gefährlich sind und auf Augenhöhe mit der Gestapo wie auch der Stasi rangieren. Was wir hier erleben, ist eine geschichtsträchtige Zäsur. Mit dieser Reform legalisiert der Staat im Grunde exakt jene uferlosen Überwachungsstrukturen, die er selbst jahrzehntelang zutiefst verachtet und als dunkelste Kapitel unserer Vergangenheit verurteilt hat. Die rote Linie wurde nicht nur überschritten, sie wurde ausradiert.

1. Deutschland: Die große Nachrichtendienstreform (August 2026)

Mitte August 2026 hat das Bundeskabinett den Entwurf für eine historische Geheimdienstreform beschlossen. Diese Reform stellt einen beispiellosen Paradigmenwechsel dar und wird von Bürgerrechtsorganisationen wie der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) sowie der Bundesdatenschutzbeauftragten scharf verurteilt.

  • Aufweichung des Trennungsgebots: Historisch durften Geheimdienste in Deutschland nur beobachten, nicht aber wie die Polizei aktiv eingreifen. Diese Grenze fällt: BND und Verfassungsschutz sollen zu „echten Geheimdiensten“ umgebaut werden, die aktive operative Aufgaben im Inland übernehmen.

    Ein Bericht von Deutschlandfunk Nova bestätigt, dass das Kabinett beschlossen hat, BND und Verfassungsschutz deutlich mehr Macht zu geben, sodass diese nun selbst hacken, sabotieren und operativ tätig werden dürfen. In dem Artikel wird explizit auf die Warnungen von Kritikern und die historischen Parallelen zu Geheimpolizeien wie der Gestapo und der Stasi verwiesen, da der Verfassungsschutz vom bloßen Beobachter zum Akteur wird.

  • Staatliches Hacking und Sabotage: Die Dienste erhalten die „Lizenz zum Stören und Hacken“. Dazu gehört das Einschleusen in Online-Netzwerke, die Überwachung von Telekommunikation und Wohnräumen sowie das aktive Manipulieren oder Stoppen von Daten.

  • Abbau von Kontrolle: Während die Befugnisse massiv erweitert werden, wird gleichzeitig die unabhängige Kontrolle geschwächt. Zuständigkeiten der Bundesbeauftragten für den Datenschutz (BfDI) sollen beschnitten und verlagert werden. Parallel dazu gibt es einen nahezu flächendeckenden Rückzug bei der Informationsfreiheit, was es Bürgern massiv erschwert, staatliches Handeln zu kontrollieren.

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Bereits schon im Juli von uns thematisiert. (Klick)
2. EU: Die „Chatkontrolle“

Eigentlich vergebene Müh wenn ich nochmals dieses Thema anreiße. Denn dieses habe ich ausführlich behandelt am 11. Juli 26, hier auf unserer bescheidenen Internetseite:
Das Ende des digitalen Briefgeheimnisses

Hier die kurze Zusammenfassung:
Unter dem Deckmantel des Kinderschutzes treibt die EU eine Verordnung voran, die das Ende des digitalen Briefgeheimnisses bedeuten könnte. Im Juli 2026 hat das EU-Parlament der Durchsuchung privater Nachrichten erneut grundsätzlich zugestimmt.

  • Anlasslose Massenüberwachung: Messenger-Dienste können behördlich dazu verpflichtet werden, die Kommunikation all ihrer Nutzer präventiv und ohne konkreten Verdacht zu überwachen. Private Anbieter werden so in eine quasi-polizeiliche Rolle gedrängt.

  • Angriff auf die Verschlüsselung: Selbst Ende-zu-Ende-verschlüsselte Dienste (wie Threema oder Signal) stehen im Fadenkreuz. Durch sogenanntes „Client-Side-Scanning“ sollen Nachrichten direkt auf dem Smartphone analysiert werden, noch bevor sie verschlüsselt und abgeschickt werden. Dies hebelt sichere Kommunikation faktisch aus.

  • Einsatz fehleranfälliger KI: Um die gigantischen Datenmengen zu durchleuchten, muss maschinelles Lernen eingesetzt werden, das lediglich Muster schätzt, ohne den Kontext zu verstehen. Experten warnen, dass dies den Wesensgehalt des Rechts auf Privatsphäre nach der EU-Grundrechtecharta verletzt.

  • Klarnamenzwang durch die Hintertür: Die Verordnung sieht zudem eine Altersverifikation vor. Um Dienste zu nutzen, müssten Nutzer ihr Alter künftig beispielsweise durch Ausweisdokumente oder biometrische Verfahren nachweisen.

Diese Gesetze zeigen eine klare Tendenz: Unter den Argumenten der „Bedrohungslage“ oder des „Kinderschutzes“ werden Infrastrukturen geschaffen, die eine flächendeckende, automatisierte Durchleuchtung des Bürgers ermöglichen.

Die taz.de berichtet ausführlich, dass die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider wegen der Geheimdienstreform Alarm schlägt und diese für hochgradig verfassungswidrig hält. Der BND darf laut Entwurf bald hacken, während die bisher zuständige Datenschützerin aus dem Verfahren herausgenommen und durch einen Kontrollrat ersetzt wird, dem es an technischem Know-how mangelt.

Ergänzend dazu meldete Golem.de bereits im März 2026 ein Gerichtsurteil, nach dem der BND die Kontrolle durch Datenschützer verweigern darf, da der Bundesdatenschutzbeauftragten eine wehrfähige Rechtsposition fehle.

3. Informationsfreiheitsgesetzes (IFG)

Während der Bürger durch die weitreichenden Befugnisse der Geheimdienste zusehends gläsern wird, zieht der Staat auf der anderen Seite die Vorhänge dicht. Genau hier kommt die zeitgleiche Beschneidung desins Spiel – ein Vorgang, der die fatale Schieflage dieser neuen Architektur perfekt illustriert. Ursprünglich war das IFG das zentrale Instrument, um staatliches Handeln für den Bürger transparent und kontrollierbar zu machen; es war ein Schutzmechanismus vor behördlicher Willkür und die Grundlage für investigativen Journalismus. Doch statt diese demokratische Transparenz in Krisenzeiten zu stärken, wird sie nun durch neue Barrieren faktisch abgeriegelt.

Wenn Behördenauskünfte künftig nur noch bei Nachweis eines „berechtigten Interesses“ erteilt werden, zivilgesellschaftliche Organisationen vom Fragerecht ausgeschlossen werden und finanzielle Gebührendeckel für Recherchen fallen, ist das kein bürokratischer Zufall. Es ist ein systematischer Schutzschild, der die Regierung und ihre Institutionen vor unangenehmer Kritik und legitimen Rückfragen bewahrt. Eine echte Demokratie lebt jedoch vom offenen Diskurs und der Möglichkeit der Bürger, Herrschaftswissen zu hinterfragen. wenn der staat das Recht beansprucht, tief in die Privatsphäre seiner Bürger vorzudringen, sich selbst aber den Kontrollblicken der Öffentlichkeit entzieht, entsteht ein extremes Machtgefälle, das echten Dialog und jede Form der zivilen Aufklärung systematisch im keim erstickt.

  • Ein investigativer Artikel auf netzpolitik.org stützt sich auf interne Vermerke aus dem Innenministerium und enthüllt, dass die Regierung die Auskunftsrechte massiv beschneiden will. Es ist unter anderem geplant, Transparenz-Plattformen wie „Frag den Staat“ durch eine neue Identifikationspflicht faktisch als „Strohmann“ auszuschalten und sogar die unabhängige Beschwerdestelle abzuschaffen.

  • Dass dies ein schwerer Angriff auf die Transparenz ist, bestätigt auch DER SPIEGEL in einem Bericht über die heftige Kritik an der geplanten Einschränkung der Informationsfreiheit.

  • Ebenfalls berichtet die taz.de, dass die Koalition plant, Anfragen an Staat und Behörden massiv zu beschneiden. Neben dem Ausschluss von Nicht-EU-Bürgern vom Auskunftsrecht könnten künftig die Gebühren so weit erhöht werden, dass Antragsteller sämtliche Kosten tragen müssen.

WER HATS ERFUNDEN?!

Kommen wir zum Spiegel-Cover und zu den gutgläubigen Phrasendreschern zurück um den KReis zu schließen.

Das ist der eigentliche Geniestreich dieses Systems: Man präsentiert dem Volk ein so lautes, schillerndes Feindbild, dass niemand bemerkt, wie im Hintergrund leise, aber brutal die eigenen Grundrechte beerdigt werden. Wenn durch die Chatkontrolle demnächst jeder private digitale Satz präventiv durchleuchtet wird, wenn das Informationsfreiheitsgesetz den Staat vor unseren kritischen Fragen abschirmt und die Nachrichtendienstreform unkontrollierten Geheimdiensten die Lizenz zum Hacken und Sabotieren in unseren Wohnzimmern erteilt – dann ist das ‚absolute Böse‘ längst offizielles Regierungsprogramm.

Die jungen Frauen an der Tür wissen in ihrer Unschuld nicht einmal, dass sie Wahlkampf für die Architekten eines neuen, digitalen Totalitarismus machen… sie wissen nur, dass sie funktionieren sollen. Weil Feindbilder so schön noch funktionieren. Wie damals halt..

Wer hat’s also erfunden? Nicht die, vor denen auf den Titelseiten panisch gewarnt wird. Sondern exakt jene Altparteien, die sich als Retter der Demokratie inszenieren, während sie uns genau diese Freiheit per Gesetz nehmen. Sie bauen den Käfig, und wir sollen an der Urne nur noch über die Farbe der Gitterstäbe abstimmen. Lassen wir uns nicht länger ablenken.  Nochmal:

Ein Blick in die Realität genügt: Es waren die etablierten Regierungsparteien.  CDU und SPD….Seit Jahrzehnten dieselben Akteure, die mit bürokratischer Strenge und wachsendem Kontrollwahn die Axt ans eigene Grundgesetz anlegen. Die Entmündigung und Durchleuchtung des Bürgers ist kein Betriebsunfall, sondern das bewusste Werk eines Establishments, das Kritik fürchtet und Macht sichern will.

Die historische Gefahr liegt auf der Hand: Eine Infrastruktur, die heute unter dem Vorwand der Gefahrenabwehr aufgebaut wird, bleibt für die Krisen von morgen bestehen. Sollte der Staat eines Tages den Ernst- oder Spannungsfall proben, werden genau diese geheimdienstlichen Eingriffsrechte zur ultimativen Waffe, um Abweichler aufzuspüren und junge Menschen gegen ihren Willen an die Front zu zwingen.

Das Spiel funktioniert nur, solange wir mitspielen. Lasst euch nicht von den täglich neu inszenierten Scheingefechten ablenken. Erkennt, wer die Weichen stellt – und bewahrt euch den Mut zum eigenständigen Denken und zum friedlichen Widerspruch.

Anmerkung:

Dieses Mal habe ich kein Bock gehabt noch einen Erklärbär-Quellen-Archiv unter diesem Artikel beizulegen. Dieses Mal sind die wichtigsten Quellenangaben im Text versehen und geben reichlich weitere Informationen zu den obigen Inhalten.

 

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